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Öffnungszeiten

Montag Ruhetag!
Dienstag - Samstag:14:00 - 16:00 Uhr
Führung Bergwerk:14:00 Uhr
Sonntag & Feiertage:11:00 - 16:00 Uhr
Führung Bergwerk:11:00 Uhr und 14:00 Uhr

Info & Service • Bergbaumuseum

Lexikon

AbgängeBerge, taubes Gestein.
AbteufenHerstellen des Abbaubetriebs in die Tiefe; allgemeine Bezeichnung für die Tiefe im Abbaubetrieb.
Alter MannVerlassener oder eingestürzter Grubenbau (oft auch Relikte aus römischer oder frühmittelalterlicher Zeit).
anfahrenSich nach untertage begeben oder einen Untertagebereich unerwartet erreichen.
anlegenEine Zeche oder ein Bergwerk neu erstellen.
AnreichernDurch Abscheiden von taubem Gestein einen größeren Metallgehalt erreichen.
ansetzenEinen Stollen neu anlegen.
AufbereitungDie mechanische oder chemische Verarbeitung bergmännischer Rohprodukte zu Handelsprodukten. Miteinander verwachsene Mineralien müssen durch Zerkleinerung oder durch Auflösung aufgeschlossen werden, um voneinander getrennt werden zu können.
AufschlagwasserWasser aus stehenden oder fließenden Gewässern, das zum Betrieb von Maschinen verwendet wird. siehe auch: Wasserkunst
aufschließenHerstellen des Zuganges zur Lagerstätte siehe auch: Grubenbaue
Aufschluß
 
Eine Stelle, an der das Erz bzw. Gestein direkt zu sehen ist.
aufwältigenEingestürzte oder verfüllte Grubenbaue wieder begehbar und nutzbar machen
AusbeuteAusschüttung des Betriebsgewinns einer Gewerkschaft an die Gewerken. siehe auch: Gewerkschaft, Gewerke(n), Kux(e)
AusbeutezecheBergwerk, das mit wirtschaftlichem Erfolg betrieben wird.
AusbißSchnitt einer Gesteinsschicht mit der Oberfläche. Siehe auch: Aufschluß
BackenbrecherZerkleinerungsmaschiene für Gestein. Sie wirkt durch zwei in einem spitzen Winkel zueinander angeordnete Brechbacken, zwischen denen ein oben breiter, unten schmaler werdender Brechraum, das "Brechmaul" entsteht. Eine der Brechbacken wird mittels eines Exzenters bewegt, wodurch das Gestein zerdrückt wird.
befahren, BefahrungBesichtigung einer Bergwerksanlage (übertage und untertage) zu Prüfungs- und Prospektionszwecken.

Berechtsame (Gerechtsame)

Nutzungsrechte im Montanbereich, Bergwerkseigentum/ -besitz.
BergamtBergbehörde (erste Instanz), gewöhnlich bestehend aus Bergmeister, Berggeschworenen und Bergschreiber (regional und historisch unterschiedliche Entwicklungen im deutschsprachigen Raum).
siehe auch: Oberbergamt, Landesoberbergamt
BergbuchVon den Bergbehörden gemäß Bergordnung geführte Amtsbücher
siehe auch: Bergordnung
BergeSiehe Abgänge.
BergfreiheitJedermanns Recht, Erze abzubauen, ohne daß der Grundeigentümer grundsätzliche Einspruchs- oder Hinderungsrechte hat.
siehe auch: Bergordnung
BerggegenbuchVerzeichnis aller Gewerkschaften und Gewerken mit ihren Anteilen.
siehe auch: Gewerkschaft, Kux(e)
BerggerichtStaatliche Gerichtsbarkeit für alle Bergbauangelegenheiten, i.a. den staatlichen Bergbauinstanzen zugeordnet.
Berggeschworener (Geschworener)
 
Staatlicher Bergrevierbeamter
Siehe auch: Bergamt
Berggrundbuch (Bergwerksgrundbuch)Bei den Grundbuchämtern der Amtsgerichte geführte Akten zum Bergbaubesitz (hier Nordrhein-Westfalen).
siehe auch: Berechtsame / Gerechtsame
Berghauptmann, OberberghauptmannStaatlicher Beamter als Leiter einer Bergbehörde (Bergamt, Oberbergamt).
siehe auch: Bergamt, Oberbergamt
BergherrInhaber des Bergregals (Landesherr als Inhaber der aus dem Bergregal entstammenden Rechte) allgemein: Bergwerkseigentümer
Siehe auch: Bergregal
BerghoheitSiehe: Bergregal
BergmeisterStaatlicher Bergreviersbeamter (meist Leiter des Bergamtes)
siehe auch: Bergamt
BergordnungGesetzliche Regelung des Bergwesens (territorial unterschiedlich), z.B. Bergisch-Jülische Bergordnung von 1719; später einheitliche (gesamtstaatliche) Berggesetze (z.B. allgemeines Preußisches Berggesetz 1865, Bundesberggesetz 1980); starker Einfluß durch die Entwicklung in den sächsisch-thüringischen Staaten seit Ausgang des Mittelalters. Enthält Elemente des römischen und germanischen Rechtes.
BergregalLandesherrliches/staatliches Verfügungsrecht über nutzbare Mineralien und das daraus abgeleitete Recht zur Erhebung von Steuern, Abgaben und Gebühren.
siehe auch: Bergzehnt/Zehnt, Quatembergeld
BergrevierBergbehördlicher Aufsichts- und Administrationsbereich, ähnlich dem heutigen Bergamtsbereich.
siehe auch: Bergamt
BergschreiberStaatlicher Revierbeamter eines Bergamtes (vornehmlich Beurkundungsaufgaben)
siehe auch: Bergamt
BeutelkorbAlte Form eines von Hand betätigten Siebes.
DerberzeRoherze mit hochprozentigem Metallgehalt.
durchfahrenEinen Grubenbau (Strecke) quer durch Gesteinsschichten vortreiben (z.B. Störungen durchfahren)
siehe auch: Strecke, Störung
EindickerKlärbecken, in dem aus der Trübe, klares Wasser zurückgewonnen wird.
einfallenStärkste Neigung einer Erzlagerstätte oder einer geologischen Schicht zur Horizontalen; auch Neigung eines Grubenbaues (Gefälle).
Eiserner HutOxidationszone einer Erzlagerstätte (die von der Erdoberfläche bis zum Grundwasserspiegel reichende Verwitterungszone der Erzgänge).
ErbstollenStollen zur Wasser- und Wetterhaltung.
Siehe auch: sümpfen, Wasserhaltung, Wetterführung
ersaufenVollaufen einer Grube mit ober- und unterirdischen Zuflüssen.
Siehe auch: Wasserhaltung
ErzMineralischer Rohstoff (Mineralgemenge) mit nutzbarem Gehalt an Metallen/Metallverbindungen.
Siehe auch: Mineralien
ErzwäscheAnlage zur Trennung von nutzbaren Mineralien und taubem Gestein. Zuvor im Pochwerk zerkleinertes Fördergut wird mit Hilfe von Wasser geschlämmt, wodurch unterschiedlich schwere Bestandteile voneinander getrennt werden.
siehe auch: Berge, Pochwerk
FahrsteigerTechnischer Angestellter im Bergwerksbereich, dem mehrere Grubenreviere unterstehen.
siehe auch: Steiger
Fahrung/FahrtAus Holz oder Metall hergestellte Leiter im Grubenbetrieb zur Beförderung von Personen und Material.
siehe auch: Grubenbau
FeldVermessener unterirdischer Bereich eines Grubenbetriebes, in der Bergbauberechtigte sich die Lagerstätteninhalte (Erze, Mineralien) aneignen dürfen.
siehe auch: Grubenfeld
Feld(es)besichtigungs- protokollBergrechtiches Dokument mit Angaben zur Lagerstätte, Mineralführung, Namensgebung der Gruben, Lage der Fundpunkte, Angaben zu früherem Betrieb, Ergebnisse von Versuchsarbeiten, Hinweise zur Abbauwürdigkeit.
siehe auch: Bergordnung
Feuer setzenZermürbung des Gesteins durch gezieltes Setzen von Bränden (frühere Form der Erzgewinnung).
FlözBezeichnung für eine Schicht nutzbaren Gesteins (z.B. Kohle oder erzhaltig)
Flotation(Deutsch) Schwimmaufbereitung. Die Grundlage bildet die Eigenschaft gewisser Erze infolge geringer Benetzbarkeit mit Luftbläschen zusammen in einem Erz-Wassergemenge nach oben zu steigen, wogegen die leichter benetzbaren Berge absinken. Diese Eigenschaft kann durch verschiedene Reagenzien noch aktiviert werden. Bei der Flotation erzeugt man einen Schaum auf der Oberfläche des Wassers, der bei weitem den Hauptteil des Metalls enthält.
FlotationskonzentratDer abgeschöpfte Schaum in einem Flotationsapparat (siehe Flotation).
FlotationsverfahrenSiehe: Erzwäsche
FirsteObere Begrenzungsfläche einer Strecke / eines Stollens.
Siehe auch: Grubenbau
FörderbandFörderbänder dienen zum Transport von Schüttgütern in waagerechter Richtung und in Neigung bis zu 20°.
frei, Freies, im Freien liegend, ins Freie fallenAufhebung der bergrechtlichen Verleihung.
Siehe auch: Mutung, Verleihung
fristen, in Fristen liegenBefristete Betriebsstillegung
FüllortGrubenbau im unmittelbaren Schachtbetrieb, Knotenpunkt und Verschiebebahnhof von der Sohle zur Schachtförderung.
Siehe auch: Grubenbau
FundgrubeMindestgröße eines Grubenfeldes um den Fundpunkt. Bei Längenfeldern: 42 Lachter Länge und 7 Lachter Breite.
Siehe auch: Lachter und Maaßen
FußLängenmaß; in Preußen ab 1816: 0,31385 m (Unterteilung in 12 Zoll = 144 Linien)
Siehe auch: Zoll
GangNach der Tiefe hin den Abbaubetrieb herstellen; allgemeine Bezeichnung für Tiefe im Abbaubetrieb.
GangartVerlassener oder eingestürzter Grubenbau (oft auch Relikte aus römischer oder frühmittelalterlicher Zeit).
GefässförderungEin an einem Förderseil hängendes Gefäss, mit dessen Hilfe unter Tage gewonnens Gut in einem Schacht senkrecht nach oben gefördert wird.
GesenkSich nach untertage begeben oder einen Untertagebereich unerwartet erreichen.
GeviertfeldEine Zeche oder ein Bergwerk neu erstellen.
GewerkenEinen Stollen neu anlegen.
GewerkschaftDie zur Reinigung von Erzen erforderlichen Arbeiten bzw. der Ort, wo sich die Aufbereitung vollzieht (z.B. Aufbereitungshalle).
GezäheWasser aus stehenden oder fließenden Gewässern, das zum Betrieb von Maschinen verwendet wird. siehe auch: Wasserkunst
GöpelHerstellen des Zuganges zur Lagerstätte siehe auch: Grubenbaue
Grubenbau
 
Eine Stelle, an der das Erz bzw. Gestein direkt zu sehen ist.
GrubenfeldEingestürzte oder verfüllte Grubenbaue wieder begehbar und nutzbar machen
HaldeAnhäufung von (meist taubem) Material auf der Erdoberfläche in der Nähe des Schachtes oder Stollens; auch Platz zur Ablagerung von Erz, das nicht sofort verarbeitet oder weitertransportiert werden kann (“auf Halde liegen”).
Siehe auch: Berge
Hammermühle Zerkleinerungsmaschine. Das zu zerkleinerde Material wird von Hämmern, die pendelnd an einem Schlagkreuz aufgehängt sind und die sich durch die Fliehkraft aufrichten, erfasst. Der Mahlraum der Mühle ist von Sieben umgeben, so dass das Korn erst bei einer gewünschten Endgrösse die Mühle verlassen kann.

Hangender Gang,

Hangendes

Begrenzungsfläche eines Erzganges, mit dem dieser auf dem ihn umgebenden Nebengestein aufliegt (über dem Erzlager anstehende Schichten).
Siehe auch: Liegender Gang
HaspelFördermaschine (mit Menschenkraft, Pferden, Maschinen) mit horizontal liegender Welle (Seilwinde, Rundbaum).
Hauer, Häuer,
Berghäuer
Bergarbeiter, der Arbeiten “vor Ort” verrichtet (Herstellung unterirdischer Grubenbaue, Gewinnung von Erzen/Mineralien); starke Differenzierung nach Arbeitsbereichen.
Siehe auch: Schachthauer, Ort
HaufwerkLoses, aus dem “Gebirgsverband” gelöstes Gestein.
Hydrothermale ImprägnationenDie Entstehung solcher Lagerstätten ist stark umstritten. Man vermutet, dass das Metall in wässriger Lösung aus dem Erinneren kommend in den Sandstein eingedrungen ist und dort kristallisierte.
KlaubearbeitDiese wird von Arbeiter, die neben einem langsam laufenden Förderband stehen, geleistet, indem sie taubes Gestein oder auch das Erz aus dem Materialstrom herauslesen. Hierdurch erreicht man eine Anreicherung des Roherzes.
KnappschaftGesamtheit der auf einem Bergwerk Beschäftigten (zunächst Knappen = Hauer, später auch sonstige Arbeiter und Angestellte); Sozialrechtlich: Zusammenschluß der Bergleute zum Zwecke der sozialen Absicherung.
KnottenKleine Bleiglanzkügelchen, die bis zu 5 mm Durchmesser erreichen und speziell im Mechernicher Erz vorkommen.
KnottenkonzentratEine Anreicherung von Knotten mit etwa 10% Bleigehalt.
Konsolidierung, konsolidierenZusammenlegung mehrerer Grubenfelder.
Siehe auch: Bergordnung
KonzentratSiehe Flotationskonzentrat oder Knottenkonzentrat.
KonzessionAuf behördliche Eingabe erlangte Erteilung zum Betrieb von Bergwerksanlagen oder zum Abbau.
Siehe auch: Mutung, Verleihung
KugelmühleIn einer sich drehenden Trommel fallen Stahlkugeln verschiedenen Druchmessers durcheinander und zerschlagen dabei die zur Zerkleinerung eingebrachten Stoffe. Kugelmühlen werden zur Feinzerkleinerung benutzt.
Kunst
 
Allgemeiner Bergriff für Wasserräder mit Gestänge (meist aus Holz) zum Pumpenbetrieb. Daneben auch Bezeichnung für andere technische Einrichtungen im Bergbau (z.B. Fahrkunst).
Siehe auch: Wasserhaltung, Fahrung/Fahrt
KunstteichTeich zum Wasserstau.
Siehe auch: Aufschlagwasser
Kux(e)Anteil am Vermögen einer bergrechtlichen Gewerkschaft (nach altem Recht in Form eines Namenspapiers). Im Gegensatz zur Aktie gleichzeitig auch als Verlustanteil bei negativem Betriebsergebnis.
Siehe auch: Gewerkschaft, Ausbeute, Zubuße
LachterLängenmaß im Bergbau. Das Lachter war das Maß, das ein Mann mit ausgestrecktem Arm umfassen konnte (auch Klafter im allgemeinen Sprachgebrauch). Es schwankt zwischen 1,7512 m (Oberbayern) und 2,3805 m (Böhmen). Für das rechtsrheinische Gebiet ist das nassauische Lachter mit 2,0924 m anzusetzen. Weitere Unterteilung in 8 Spann = 80 Zoll.
Siehe auch: Zoll
LängenfeldSiehe: Feld und Fundgrube
LagerstätteAbbauwürdige Ablagerung von Mineralien als Gang, Lager oder Flöz.
Siehe auch: Gang
LagerSiehe: Lagerstätte
LandesoberbergamtIn Nordrhein-Westfalen wurden 1973 die Oberbergämter Bonn und Dortmund zum L. in Dortmund zusammengefaßt; nunmehr oberste Bergbehörde des Landes.
Siehe auch: Bergamt, Oberbergamt
LesebandSiehe Klaubearbeit.
Liegender Gang, LiegendesUnter dem Erzlager anstehende Gebirgsschichten.
Siehe auch: Hangender Gang
Maaß(en)Historisches Längenmaß; 1 M = 28 Lachter (58,587 m).
Siehe auch: Lachter
Mächtigkeit
 
Abstand zwischen den beiden Begrenzungsflächen eines Erzganges; allgemein auch Maßstab für die Abbauwürdigkeit.
Siehe auch: Lagerstätte
MarkscheideGrenze eines Grubenfeldes, einer Berechtsame oder eines Bergwerkes
MarkscheiderVermessungsingenieur im Bergwesen, der sich mit dem Ausmessen der Gruben und dem Anfertigen kartografischer Unterlagen (risse) befaßt.
MeilePreußische Landmeile = 24.000 Fuß (ca. 7,5 km).
Eiehe auch: Fuß
Mineral(ien)Chemisch und physikalisch einheitliche Naturkörper als Bestandteil der festen Erdkruste, der sich häufig durch gesetzmäßig gebildete Formen auszeichnet (Kristall).
Siehe auch: Erz

Mundloch,

Stollenmundloch

Öffnung des Stollens zum Übertagebereich.
Siehe auch: Grubenbau
muten, Mutung einlegenAntrag an die Bergbehörde auf Verleihung eines Grubenfeldes.
Siehe auch: Bergordnung, Verleihung
Mutungsrißkartografische Darstellung (Riß), der die Grenzen des beantragten Grubenfeldes und die Lage des Fundpunktes darstellt.
Siehe auch: Mutung, Feld(es)besichtigungsprotokoll
MutungsrißAntrag des Bergbauwilligen (Muters) zur Verleihung einer Berechtsame.
Siehe auch: Berechtsame, Mutung, Verleihung
OberbergamtIn den preußischen Rheinlanden ab 1816 vorgesetzte Behörde der Bergämter (Oberbergamt Bonn mit den Bergämtern Düren, Siegen und Saarbrücken); Auflösung der Bergämter 1861 (Übergang der Kompetenzen auf Oberbergamt Bonn).
Siehe auch: Bergamt, Landesoberbergamt
ObersteigerTitel eines Betriebsführers im Bergbau.
Siehe auch: Steiger
Ort, das OrtJede Stelle im Bergbau mit bergbautechnischen Zwecken (z.B. Abbau, Transport).
Siehe auch: Grubenbau
OxydationszoneSiehe: Eiserner Hut
PferdegöpelSiehe: Göpel
PfeilerZwischen Abbauräumen stehende Lagerstättenteile zur statischen Abstützung der Grubenbaue.
Siehe auch: Grubenbau, Lagerstätte
Pinge, PingenzügeAn der Erdoberfläche in der Nähe alter Erzabbaustätten entstehende trichter- oder schüsselförmige Vertiefungen durch Grabungen oder Einstürzen von Gängen.
Siehe auch: Eiserner Hut, Raubbau
PochwerkZerkleinerungsmaschinen für geförderte Erze. Durch Pochstempel, die angehoben werden und dann frei herunterfallen, wird das Haufwerk zerkleinert.
Siehe auch: Haufwerk
QuadratlachterFlächenmaß; entspricht 49 Quadratfuß (ca. 3,95 m2).
Siehe auch: Lachter, Fuß
QuatembergeldVierteljährlich zu entrichtende Gebühr der Bergwerksbetreiber an die Bergbehörde zur Bezahlung der Bergbeamten.
Siehe auch: Bergordnung
QuerschlagQuer zum Streichen einer geologischen Schicht verlaufend; auch Grubenbau, der zur Untersuchung des Nebengesteins oder der Mächtigkeit von Gängen von einer Strecke oder einem Stollen aus getrieben wird.
Siehe auch: Grubenbau, Strecke
Raubbau, auf Raub bauenFlächenmaß; entspricht 49 Quadratfuß (ca. 3,95 m2).
Siehe auch: Lachter, Fuß
RegalSiehe: Bergregal
ReviersteigerAufsichtsperson, der mehrere zu einem Abbaurevier zusammengefaßte Betriebspunkte unterstehen.
Siehe auch: Steiger
RißKartografische Darstellung im Bergbaubereich (Abbaugebiete, Gebäude, Anlagen).
Siehe auch: Mutungsriß, Seigerriß, Verleihungsriß
RöstenErhitzung des Erzes, wobei gasförmige Bestandteile entweichen (z.B. Schwefeldioxid aus Blei als Vorstufe zur Silbergewinnung).
RöstofenAnlage zum Rösten von Gestein / Erzen.
SchachtSenkrecht oder stark geneigter Grubenbau mit Tagesöffnung.
Siehe auch: Mundloch, Stollen
SchachthauerSiehe: Hauer
SchichtmeisterRechnungsführer auf Bergwerken, zugleich verantwortlich für den technischen Übertagebereich.
Schießen, SchießarbeitGestein durch Bohren und Sprengen lösen und gewinnen.
Schlägel und EisenTraditionelle Wahrzeichen des Bergbaus: Schlägel (Hammer) gekreuzt mit Meißel (eisernes Handbohrgerät).
SchlichDurch Waschen gereinigtes Erzmehl oder Erzschlamm.
Siehe auch: Aufbereitung
Schürfen, SchürfbetriebAufsuchen von Mineralien auf ihrer natürlichen Lagerstätte.
SeifeErzführende Sande und Schotter im natürlichen Gesteinsverbund, Fundstelle oft im fließenden Gewässer (“Rheingold”).
Seigerriß
 
Markscheiderische Darstellung eines Vertikalschnittes durch ein Bergwerk (seiger = senkrecht) mit festgelegtem Maßstab.
Siehe auch: Markscheide, Riß
SohleUntere Begrenzungsfläche (Boden einer Strecke) oder Stockwerk im Grubenbereich (z.B. Wettersohle) bzw. Grubenbaue auf etwa gleichem Niveau.
Siehe auch: Grubenbau
SteigerAufsichtsperson im Bergbau.
Siehe auch: Fahrsteiger, Reviersteiger, Obersteiger
Störung, StörungszoneGeologische Veränderung der ursprünglichen Lagerungsform eines Gesteins oder Minerals; Entstehung durch tektonische Vorgänge (Pressung, Zerrung, Zerreißung).
Siehe auch: Lagerstätte
StollenWaagrechter oder mit geringem Ansteigen von der Erdoberfläche aus nach untertage geführter Grubenbau mit regelmäßigem Querschnitt zum Zwecke der Wasserhaltung, Bewetterung, Förderung oder zum Aufsuchen von Lagerstätten.
Siehe auch: Grubenbau
StollenmundlochSiehe: Mundloch
StoßBergmännische Bezeichnung für die seitliche Bwegrenzung des Grubenbaues.
StreckeHorizontaler Grubenbau für Fahrung und Transport (im Gegensatz zum Stollen nicht von übertage aus, sondern von untertägigen Grubenbauen aus angelegt).
Siehe auch: Grubenbau, Stollen
Streckenvortrieb, VortriebErweiterung/Verlängerung des Streckennetzes.
StreichenHauptrichtung des Erzlagers. Streicht ein Gang z.B. von Ost nach West so liegt seine Hauptrichtung in ost-westlicher Richtung.
Stunde (hora)Mit dem Kompaß bestimmte Richtung von Erzgängen. Beispiel: der Gang streicht in Stunde (hora) 12 = der Erzgang hat eine nord-südliche Richtung. Aufteilung des Kompasses in 24 Teile (hora).
Siehe auch: Streichen
Sümpfen, SumpfungTrockenlegung überfluteter Grubenbaue.
Siehe auch: Wasserhaltung
Teufe (Tiefe)Nach der Tiefe hin den Abbaubetrieb herstellen; allgemeine Bezeichnung für Tiefe im Abbaubetrieb.
Tiefster StollenIm geneigten Gelände möglichst tief angesetzter Stollen (z.B. zur Wasserhaltung).
Siehe auch: Erbstollen
UmwandlungsurkundeAmtliches Dokument nach dem “Allgemeinen Preußischen Berggesetz” von 1865 (meist Umwandlung von Längenfeldern in Geviertfelder).
Angegeben sind u.a. Grenzen des Grubenfeldes anhand eines Verleihungsrisses.
Siehe auch: Bergordnung, Feld, Längenfeld, Verleihungsriß
VerhüttungMetallgewinnung aus Erzen.
Verleihen, VerleihungAmtliche Zueignung von Berechtsamen.
Siehe auch: Berechtsame, Mutung, Konzession
VerleihungsrißRiß, der die Grenzen des zur Verleihung kommenden Grubenfeldes nachweist.
Siehe auch: Riß, Verleihung, Umwandlungsurkunde
Versetzen, VersatzTaubes Gestein in die abgebauten Gruben einlagern (Schutz vor Einsturz); Förderung von taubem Gestein erübrigt sich dadurch.
VorrichtungHerstellung aller für einen planmäßigen Abbau erforderlichen Grubenbaue.
Siehe auch: Grubenbau
WäscheSiehe: Erzwäsche
Wasserhaltung, WasserlösungFreihalten der Grubenbaue von Wasser (Abdämmungen, Wasserhebung durch Pumpenbetriebe, Klärung von Grubenwässern).
Siehe auch: Kunst, sümpfen, Grubenbau
WetterLuftströme im Untertagebereich (z.B. “schlagende Wetter”); z.T. schwadenartige Beimischung gesundheitsschädlicher oder explosiver Gasarten.
Wetterführung, WetterhaltungGesamtheit der technischen Einrichtungen zum Zuführen atmungstauglicher Luft in die Grubenbaue vor Ort bzw. Abführung verbrauchter oder giftiger Luft.
Siehe auch: Wetter
ZollLängenmaß (1 Zoll = 1/12 Fuß = 1/80 Lachter); etwa 0,0262 m.
Siehe auch: Fuß, Lachter
ZehntBergwerksabgabe an den Bergherrn.
Siehe auch: Bergregal
ZubußeZuschuß durch die Gewerken einer Gewerkschaft zum Ausgleich von Betriebsverlusten.
Siehe auch: Kux(e), Gewerkschaft