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Öffnungszeiten

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Führung Bergwerk:14:00 Uhr
Sonntag & Feiertage:11:00 - 16:00 Uhr
Führung Bergwerk:11:00 Uhr und 14:00 Uhr

Über uns • Bergbaumuseum

Bergwerk Lageplan

1. Eingang zum Besucherbergwerk

Vor der Einfahrt ins Bergwerk werden alle Besucher mit einem Schutzhelm ausgestattet. Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass etwas auf den Kopf fällt, könnten in einigen Bereichen mit niedrigen Firsten durchaus Kopfverletzungen entstehen. Der Helm dient somit als Schutz vor solchen Verletzungen. Von hier aus geht es nun - zunächst mit spürbarem Gefälle - hinab ins Bergwerk.

2. St. Barbara-Altar

Bereits kurz nach dem Einfahren kommt man an diesem kleinen Barbara-Altar vorbei. Nach Abschluss der Aufwältigungsarbeiten haben die Mitarbeiter, bei der Freilegung des alten Bergwerks, diesen Altar der Schutzheiligen aller Bergleute als Dank errichtet. Es ist bemerkenswert, dass es während der mehrjährigen mühevollen Arbeiten zu keinem schwereren Arbeitsunfall gekommen ist.

3. Kleintektonik

An dieser Stelle ist am Stoß (an der Seitenwand) ein typisches Beispiel für Kleinst-Tektonik zu sehen. Eine im Buntsandstein eingebettete braune Tonschicht ist hier gefaltet und teilweise übereinander geschoben. Solche Verschiebungen der Erdschichten kommen auch heute immer wieder vor, allerdings in größerem Maßstab, wenn sich sogenannte Festlandplatten übereinander schieben. Dies ist oft mit größeren Erdbeben verbunden.

4. Malachit-Ausblühungen

An dieser Stelle blüht am Stoß (an der Seitenwand des Stollens) Malachit aus. Malachit ist ein Kupfercarbonat, dessen hoher Kupfergehalt für die intensiv grüne Färbung verantwortlich ist. Bereits in der Antike wurde Malachit zur Herstellung von Zier- und Schmuckgegenständen verarbeitet.

5. Abgang zur zweiten Sohle

An dieser Stelle führte bis 1953 eine (Fahrt) Treppe hinab zur zweiten Sohle. Diese Sohle wurde – ebenso wie die erste Sohle, auf der sich die Besucher bewegen – 1953 mit Schlamm aus der Flotationsaufbereitung des Bergwerks zugespült. Die erste Sohle wurde in den Jahren 1989 bis 1994 aufgewältigt (freigelegt), während die zweite Sohle nach wie vor mit Schlamm verfüllt ist.

6. ehemaliger Günnersorfer Schacht

Nachdem der Betrieb in der Grube Günnersdorf bereits im vergangenen Jahrhundert eingestellt worden war, wurde 1938 der Abbau wieder aufgenommen. Zu dieser Zeit wurde auch der Günnersdorfer Schacht geteuft. Nach der erneuten Einstellung des Bergbaubetriebs im Jahr 1942 blieb der Schacht bis 1958 offen und wurde erst dann im Zusammenhang mit der endgültigen Stillegung des Mechernicher Bergwerks verfüllt. Die Verfüllung ruht hier jedoch auf einer Betonplatte, nach unten ist der Schacht zur Wasserhaltung noch immer frei.

 

7. OP des ehem. Notkrankenhauses

Im Jahr 1944 wurde die mittlerweile stillgelegte Grube Günnersdorf als Luftschutzanlage ausgebaut und genutzt. Neben einem großen Teil der Mechernicher Bevölkerung und der Belegschaft des Bleibergwerks waren bis zum Ende des Krieges auch viele öffentliche Einrichtungen, wie die Gemeindeverwaltung, die Post und Ärzte, hier untergebracht, darunter auch Teile des Kreiskrankenhauses. Der zugänglich gemachte Raum wurde in dieser Zeit als Operationsraum genutzt.

8. alte Förderwagen in der Strecke

Zum Transport des Haufwerks (gelöstes erzhaltiges Material) wurden untertage verschiedene Arten von Transportwagen genutzt. Die im linken Bild gezeigte „Lore“ wurde bei den Aufwältigungsarbeiten im eingespülten Schlamm gefunden. Sie ist für den Mechernicher Bergbau eher untypisch; hier kamen überwiegend Förderwagen, wie der im rechten Bild gezeigte, zum Einsatz.

9. Gezähe am kleinen Abbau

An dieser Stelle ist eine der für den Mechernicher Untertage-Bergbau typischen Abbaukammern zu sehen. Von ihrer Größe her ist sie jedoch eher unbedeutend. Am Rand der Weitung ist einiges Gezähe (Werkzeug der Bergleute) zur Ansicht ausgestellt.

10. Förderstrecke

Der Buntsandstein des Mechernicher Bleiberges ist weitgehend stabil. Dies bedeutet, dass nur dort verbaut und ausgebaut werden musste, wo die Gesteinsschichtung durch Verwerfungen oder früheren Bergbau gestört war. Die obigen Bilder zeigen die typischen Strecken des Mechernicher Bergbaus.

11. Großer Abbau

Der „Große Abbau“ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie hier in Mechernich Erz abgebaut wurde. Groß wie ein Kirchenschiff zeigt er aber auch, wie stabil der Buntsandstein im Mechernicher Bleiberg ist. An der Firste und am Stoß sind viele sogenannte „Tutten“, kugelförmige Eisenoxid- und Manganhydroxidhaltige Konkretionen, zu finden.

12. Strecke mit Holzausbau

Wo der Berg durch Störungen oder Verwerfungen instabil oder unsicher ist, wird auf herkömmliche Weise mit Holz verbaut. Wegen der relativ hohen Luftfeuchtigkeit im Bergwerk müssen diese Bauten nach ca. 3 bis 5 Jahren erneuert werden. Dies geschieht mit ehrenamtlichen Kräften, die dabei auf das „Know-how“ ehemaliger Bergmänner zurückgreifen können.

13. Strecke zum Wetterschacht

Die Strecke zum Wetterschacht, der gleichzeitig Notausstieg ist, gehört zu den interessantesten und schönsten im gesamten Besucherbergwerk. Da der ins Bergwerk eingespülte Schlamm nicht in diese Strecke gelangen konnte, befindet sie sich exakt in dem Zustand, in dem sie bei der Stillegung des Bergbaubetriebs in der Grube Günnersdorf 1943 verlassen wurde. Neben vielfältigen Tutten und verschiedenen – teilweise reichhaltigen – Vererzungen sind hier auch Konglomerat-Einlagerungen zu sehen.

14. Wetterschacht und Notausstieg

Der Wetterschacht ist gleichzeitig Notausstieg aus dem Besucherbergwerk. In seiner Funktion als Wetterschacht führt er – je nach Wind- und Luftdrucklage – frische Luft (Wetter) ins Bergwerk oder leitet Luft aus dem Bergwerk nach draußen. Als Notausstieg müsste er genutzt werden, wenn es innerhalb des Bergwerks zu einem Einbruch käme, der den normalen Zugang versperren würde. Dann müssten unsere Besucher auf einer „Fahrt“ (Leiter) ca. 24 Meter senkrecht nach oben steigen, natürlich durch Gurte und ein Seil gesichert.